Montag, 23.02.2015

recreo adoptiert Bären

Vor einigen Wochen berichteten Dortmunder Zeitungen über eine recht ungewöhnliche Geschichte: Auf der großen, vielbefahrenen B236 zwischen Lünen und Dortmund kam es für die Autobahnpolizei zu einem bemerkenswerten Einsatz. Ein kleiner Teddybär lag mitten auf der Fahrbahn – alleine, herrenlos und schon ziemlich nass.
Im Ruhrgebiet haben die Menschen ein Herz aus Gold, Polizisten sowieso. Und deswegen war für die Beamten sofort klar: Der Bär muss gerettet werden!
Auf der Wache wurde der arme Meister Petz dann erst einmal trocken gerubbelt und vom gröbsten Schmutz befreit. Wenn man ein paar Stunden auf dem Asphalt liegt und nur mit knapper Not LKW-Reifen ausweichen kann, sammelt sich davon schon eine ganze Menge an.
Dann saß der Bär dort und wartete sehnsüchtig auf seinen Besitzer.

Als wir in der recreo-Redaktion von der Sache lasen, war die Meinung einhellig: Den Bären möchten wir adoptieren! Natürlich nur, wenn sich der Besitzer nicht meldet.
Schließlich schreiben wir Geschichten über einen Bären und dieser Teddy hat seine ganz eigene. Das passt doch wie die Faust aufs Auge. Außerdem sind wir schon so lange auf der Suche nach einem kleinen Plüschie, das uns in Kindergärten oder Bibliotheken begleiten kann und sich für Fotos zur Verfügung stellt. Aber irgendwie haben wir nie das richtige gefunden…
Eine E-Mail an die Polizeiwache wurde verschickt. Wir stellten uns höflich vor, erklärten, was wir machen und warum wir den kleinen Zottel gerne bei uns hätten. Dann hieß es abwarten und Daumen drücken.

Ein paar Tage später klingelte das Telefon; natürlich genau dann, als niemand im Büro war.
„Polizei Dortmund. Wir bitten um Rückruf“, wurde auf den Anrufbeantworter gesprochen.
Derjenige, der die Maschine dann abhörte, wusste leider nichts von der ganzen Aktion. Und hat sich, übereinstimmenden Zeugenberichten nach, zuerst ziemlich erschrocken.
Schließlich ruft die Polizei nicht jeden Tag bei uns an und irgendwie hat man ja immer ein schlechtes Gewissen. Auf jeden Fall wurde der Rückruf von jemand anderem getätigt.

Tatsächlich ging es um die ‚Fundsache Teddybär‘. Eine freundliche Dame teilte uns mit, dass sich der Besitzer immer noch nicht gemeldet hätte. Viele Menschen hätten sich um den Teddy bemüht, aber man hätte sich für uns entschieden. Ob wir ihn denn abholen möchten?
Klar mochten wir!

Und so fuhren wir am vergangenen Mittwoch zur Autobahnpolizeiwache nach Kamen.
Ganz schön rummelig, so eine Polizeidienststelle. Fast wie ein Bienenstock.
Überall schwirrten Beamte herum, ständig kamen Funknachrichten herein oder ein Telefon klingelte.
Trotzdem fanden die drei netten Polizistinnen, die direkt an der Rettungsaktion beteiligt gewesen waren, sowie der Leiter der Wache persönlich, Zeit, um uns den Bären in feierlicher Zeremonie zu überreichen.

Und jetzt ist er also bei uns, der kleine Bär. Immer noch etwas schmutzig, dafür mit einem Knopf der Polizei Dortmund im Ohr. Wir sind schon ziemlich gespannt, wie seine Geschichte weiter geht. In die Zeitung hat er es auf jeden Fall schon wieder geschafft!

Mittwoch, 11.02.2015

Der Bär im Kindergarten

Diesen Mittwoch ging es für Team recreo Richtung Werne zur Kindertagesstätte Auf dem Berg.
Für manch einen von uns war es eine Reise in die eigene Vergangenheit.
Die Gruppe der Vorschulkinder dort wollte sich unsere App „Vom Bären und der Zwiebel“ ansehen.
Auf dem großen Teppich der Bärengruppe (eine passende Wahl) versammelten sich die kleinen Menschen in großer Runde. Dabei bewiesen sie, dass sie keine Angst vor der Schule haben müssen: Mutig stellten sie sich vor und waren während des anschließenden Vorlesens so aufmerksam, wie man nur sein kann.
Auch auf Zwischenfragen während der Lesung reagierten sie souverän: Wieso muss ein Blinddarm nicht sehen können? Und was muss man tun, wenn man sich verlaufen hat? Auf alles wussten sie eine Antwort.

Einige Gesichter blickten zwar etwas enttäuscht, als die Geschichte zu Ende war.
Aber es gab ja noch viel mehr: All die Minispiele wollten ausprobiert werden.
In kleinen Gruppen erkundeten die Kinder unsere App: Uhrzeiten wurden eingestellt, Stockwerke gezählt, Krebse gefangen und Fahrräder repariert. Und wieder bewiesen die Kinder ihr Händchen für Zahlen, Buchstaben und Logikrätsel.
Konzentriert und mit sichtlich viel Freude wurde gespielt.
Vermutlich haben die Kinder dabei nicht mal gemerkt, dass sie dabei auch noch etwas gelernt haben…
Aber auch die Erwachsenen waren begeistert – schon länger wurde überlegt, ob für den Kindergarten Laptops oder Tablets angeschafft werden sollen. Die Entscheidung ist nun gefallen: Es werden Tablets. Und unser Bär wird auf jedem von ihnen mit dabei sein. Wenn das kein Erfolg ist.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Kindergarten Auf dem Berg, sowohl bei den kleinen wie auch den großen Menschen – für Eure Zeit, Eure Begeisterung und nicht zuletzt für die leckeren Kuchenbären, die zu lecker waren, um alt zu werden.

Mittwoch, 08.10.2014

Ausgezeichnet!

Am 08.10.2014 wurde auf der Frankfurter Buchmesse zum bereits 17. Mal Deutschlands wichtigster Preis für Multimedia-Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien verliehen: Die GIGA-Maus.
Bei der Auswahl der Preisträger stehen vor allem der pädagogische Wert, eine altersgerechte Gestaltung und Handhabung, der Spielspaß und Lernfortschritt im Mittelpunkt.
Die Entscheidung trifft eine zehnköpfige Fachjury.
Vergeben wird der Preis in den verschiedensten Kategorien, unter anderem für Das beste interaktive E-Book.

Mit unserem Lern- und Spielbuch ‚Lernen mit Bär und Zwiebel: Auf der Zwiebelarbeit‘ waren wir für diese Kategorie gemeldet.

Pünktlich um 11 Uhr begann die Preisverleihung in der Halle für Kinder- und Jugendbücher, moderiert von Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin der Zeitschrift Eltern family.
Groß war die Anspannung, als Frau Lewicki den Gewinner in unserer Kategorie ankündigte. Als Team recreo dann das Wort Bär hörte, herrschte zunächst allgemeine Fassungslosigkeit, gefolgt von strahlendem Dauergrinsen. Der Preis ging tatsächlich an uns.
Glückselig reihten wir uns die Gruppe der Sieger ein, nahmen unsere Urkunde in Empfang und lächelten in die Kameras.

‚Lernen mit Bär und Zwiebel: Auf der Zwiebelarbeit‘ ist nun auch ganz offiziell das beste interaktive Buch 2014.

Wir bedanken uns bei der Jury und allen, die uns unterstützt und an uns geglaubt haben.

Dienstag, 19.08.2014

Der Bär und die Kunst

Was ist schöner, als die Ferien mit einem kleinen Highlight ausklingen zu lassen? Warum sich herumärgern mit dem Wissen, dass morgen Früh der Wecker klingelt, nur um einen in die Schule zu scheuchen?

Ganz in diesem Sinne war Team recreo heute Teil einer wundervollen Aktion im Café Momentmal in Dortmund. Einem Ort, an dem man nicht nur Kaffee und Gebäck genießen kann.
Was das Momentmal von einem einfachen Café unterscheidet ist, dass man hier seine eigene Keramik gestalten kann, während man sich gleichzeitig um sein leibliches Wohl kümmert.
Groß ist die Auswahl an Vorlagen: Von Tassen und Schalen bis hin zu putzigen Figuren und ganzen Tischen.
Grenzen in der Gestaltung setzt nur die eigene Fantasie und es gibt mehr Techniken, einen Kaffeebecher zu verschönern, als ein Kunstmuffel wie der Autor sich das jemals hätte träumen lassen. Pinsel, Schwämmchen, Stempel, Stifte, Aufkleber, Ornamente und Farben alle Couleur, mit und ohne Glitzer um nur einige Möglichkeiten zu nennen.
Doch während man beim Erschaffen seines ganz persönlichen Frühstückstellers mit den Händen schwer beschäftigt ist, hat man mit den Ohren wenig zu tun.
Aber wozu gibt es unsere Bärengeschichten?
Während die Kinder also fleißig den Pinsel schwangen, lauschten sie gleichzeitig der Geschichte aus unserer Lern- und Spielapp „Lernen mit Bär und Zwiebel – Auf der Zwiebelarbeit“ im Rahmen einer kleinen Lesung.
Und manch ein Pinselstrich ist wohl weniger sauber geworden als geplant, wenn sich einer der kleinen Gäste vor Lachen ein wenig schütteln musste.
Es versteht sich von selbst, dass unsere Erzählung auch Inspiration war für die anwesenden Künstler. Und so gibt es nun einige Tassen und Teller mehr auf der Welt, die von einem Bären geziert werden.

Etwas eiligere Maler waren sehr begierig, nicht nur die Geschichte unserer App zu hören, sondern sie auch auszuprobieren. Und natürlich durften sie das. Aber erst, nachdem sie sich die Hände gewaschen hatten!
Ein großes Dankeschön nochmal, für Euer unglaublich positives Feedback!

Und auch Team recreo versuchte sich als Künstler – mehr oder weniger erfolgreich.
Fotos der Werke findet Ihr in unserer Bärengalerie, sobald die Keramik gebrannt ist.

Montag, 30.06.2014

Bücherbär

Im Rahmen der Aktion Lesestart waren wir diesen Montag zu Gast in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Dort erwarteten uns schon ungeduldig 23 Schülerinnen und Schüler der Albrecht Brinkmann Grundschule aus dem Dortmunder Norden, begleitet von ihrer Klassenlehrerin und dem Schulleiter persönlich.

Gemeinsam mit den Kids stürmten wir die ausgeschalteten Rolltreppen – einen solchen Lärm hat die Bibliothek vermutlich noch nie gehört.
Nachdem sich dann alle etwas beruhigt hatten ging es ganz klassisch, und wie es sich für eine Bücherei gehört, mit einer Vorleserunde los.
Gespannt lauschten die Kinder unserer Geschichte Vom Bären und der Zwiebel, vorgetragen vom Autor persönlich. Lediglich leise ‚Ohs‘ und ‚Ahs‘ waren zu hören, wann immer – moderner Technik sei dank – ein neues Bild passend zum Verlauf der Handlung eingeblendet wurde.

Anschließend wurde es dann nochmals leicht hektisch. Natürlich durften die Kinder unsere App auch selbst ausprobieren. Bei 23 Schülern und acht Geräten war Abwechseln und Teilen angesagt. Dass die jungen Menschen dies ohne Streit und laute Worte schafften, verdient Respekt.
Und so verflog die Zeit, während die Kleinen jedes unserer Spiele ausgiebig ausprobierten und sich jedes einzelne Bild nochmal ganz genau ansahen. Hilfe brauchten sie dabei kaum – das nennt man wohl Medienkompetenz.

Leider hat aber alles Schöne mal ein Ende. Nach einer guten Stunde ertönte der metaphorische Schlusspfiff. In der anschließenden Feedbackrunde hatten die Kinder nur Worte des Lobes für uns übrig; das ging schon runter, wie warmes Öl.
Doch nicht nur die jungen Menschen waren begeistert. Die Lokalpresse würdigte uns mit einem halbseitigen Artikel und Schuldirektor Martin Nölkenbockhoff vereinbarte gleich noch eine Wiederholung des Events für die kommenden i-Männchen mit uns.
Wir freuen uns drauf!

Mittwoch, 14.05.2014

Schule bekommt Bärenbesuch

Heute war nicht nur für uns ein ganz besonderer Tag, sondern auch für sieben Schüler der Janusz-Korczak-Schule in Bochum, einer Förderschule für Kinder mit geistiger Behinderung.
Auf Einladung der Klassenlehrerin Frau Michaelis besuchten wir die Oberstufe 1 und stellten den jungen Menschen dort unsere neue Lernapp „Lernen mit Bär und Zwiebel – Auf der Zwiebelarbeit“ vor.

Begonnen wurde, wie es sich gehört, mit einer kurzen Vorstellungsrunde im Stuhlkreis. Und da die Schüler mit der Geschichte aus unserer App bereits vertraut waren, schließlich hatten sie diese schon am Vortag im Unterricht behandelt, galt es dann auch direkt erste Fragen zu beantworten.
Diese reichten in ihrer Schwierigkeit von einfach – zum Beispiel wann und wo es die App zu kaufen gibt oder wie lange man braucht, um so ein Spiel zu entwickeln – bis hin zu überraschend kompliziert: Ein Mädchen wollte wissen, ob ein Bär, der bei einer Zwiebel wohnt, nicht ständig weinen muss. Man kann sich einfach nicht auf alles vorbereiten…

Nachdem dann auch die letzte Unklarheit beseitig worden war, wurde es dann ernst.
In Zweierteams begannen die Schüler unsere App auf Herz und Nieren zu testen. Eine kurze Einführung genügte und die Kinder handhabten unser Programm, als hätten sie im Leben nie etwas anderes gemacht. Texte wurden angehört, Bilder bestaunt und Minispiele ausprobiert. Und die Schüler hatten dabei genau so viel Spaß wie wir.
Alle Beteiligten waren sichtlich überrascht, als die Stunde sich dem Ende entgegen neigte und nur noch wenig Zeit für ein Feedback blieb. Das einhellige Urteil der Schüler: Mehr davon!
Und auch die pädagogische Leitung zeigte sich beeindruckt: Dass die Kinder sich selbstständig so intensiv und begeistert mit einem Lernspiel beschäftigt hatten, war Frau Michaelis mehr als nur ein paar lobende Worte wert.

Das recreo-Team bedankt sich bei Angelique, Dogan, Felix, Mergim, Sidar, Sophie und Yunus für ihre Zeit und dafür, dass sie uns gezeigt haben, dass wir ganz viel richtig machen.